Allgemeine Informationen

Die Nationalflagge der

Demokratischen Volksrepublik Korea

 

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Der rote Stern symbolisiert die revolutionären Traditionen, die in der Republik weitergeführt werden. Das rote Feld steht für den patriotischen Geist der Wegbereiter der Revolution und den Kampfgeist des koreanischen Volkes. Die schmalen weißen Streifen repräsentieren die homogene koreanische Nation mit ihrer weit in die Vergangenheit reichenden Geschichte und ihrer beeindruckenden Kultur. Sie bedeuten weiterhin Reinheit und Würde, Stärke und Dauerhaftigkeit. Die breiten blauen Streifen symbolisieren den Wunsch für den Sieg der Unabhängigkeitsideale, Frieden und Freundschaft zu kämpfen.

Das nationale Emblem

 

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Das nationale Emblem der Demokratischen Volksrepublik Korea stellt ein mächtiges Wasserkraftwerk dar, welches eine unabhängige, moderne Industrie, die Arbeiterklasse und die führende Klasse symbolisieren soll. Das Kraftwerk befindet sich einerseits unter dem Mt. Paektu, dem heiligen Berg der Revolution, und zugleich unter dem strahlenden Licht eines fünfzackigen, roten Sterns. Ein ovaler Rahmen wird durch Reisähren an den Seiten gebildet. Diese werden wiederum von einem roten Band zusammengehalten, auf dem “Die Demokratische Republik Korea” niedergeschrieben ist.

Fakten zu Korea (Klicken Sie auf eine Box um den Inhalt vollständig anzuzeigen)

Ländername
Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK, internat. DPRK), Nordkorea
Lage
Zwischen ca. 38-43 Grad N und 124–131 Grad O. Zwischen dem Gelben Meer (koreanisch: Westmeer) und dem Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer).
Höhenlage
440 m über dem Meeresspiegel (Durchschnitt); Maximale Erhebung: Mt. Paektu 2750 m über dem Meeresspiegel. Minimale Erhebung: Japanisches Meer 0m
Größe
120,538 km² Land: 120,408 km² Wasser: 130 km² Gesamte koreanische Halbinsel: 222.209 km² Nord-Süd-Ausdehnung ~ 500 km
Grenzen
Südlicher Nachbarstaat: Republik Korea (Südkorea), getrennt durch Demarkationslinie etwa entlang des 38. Breitengrades (238 km). Nördliche Nachbarstaaten: VR China (1,416 km) und Russische Föderation (17,5 km).
Küstenlinie
2,495 km
Topographie
80% Gebirgslandschaften Flache Küstengebiete Flusslandschaften: Die bekanntesten Flüsse sind Taedong (439 km, fließt durch Pjöngjang), Tumen (521 km, natürliche Grenze zur VR China), Chochong (217 km, mündet in den Yellow River) und Amnok (der größte Fluss mit einer Länge von 803 km). Lagunen und Seen: die Entstehung geht größtenteils auf vulkanische Aktivität zurück, z.B. Lake Chon auf dem Mt. Paektu, Samji, Tongjong und die Kwangpo Lakes. Natürliche heiße Quellen in Küstengebieten und Heilquellen im Inland.
Klima
Gemäßigtes Klima 4 ausgeprägte Jahreszeiten: Monsunzeit (Juni-August), feuchtheiß Winter (Dezember-Februar), kalt-trocken Frühjahr und Herbst gemäßigt
Jährliche Durchschnittstemperatur
8-12 °C
Zeitzone
MEZ + 8 KST (Korea Standard Time)
Hauptstadt
Pjöngjang, ca. 2,5 Mio. Einwohner.
Bevölkerung
Ca. 24,5 Mio. Einwohner (Stand: 2012) Die nordkoreanische Gesellschaft ist nach dem Grad der Systemloyalität in drei große Klassen mit 51 Subklassen unterteilt, die horizontale und vertikale Mobilität weitgehend einschränken. Laut südkoreanischen Studien sollen ca. 30 % der Bevölkerung zur regimeloyalen „Kernklasse“, 45 % zu den normalen Bürgern („schwankende Klasse“) und 25 % zur „feindlichen Klasse“ gehören.
Bevölkerungsmobilität
Wichtigstes Transportmittel ist die Eisenbahn; Straßenverkehr und Schiffstransporte spielen nur eine ergänzende Rolle. Trotz in der Verfassung festgelegter Niederlassungs- und Reisefreiheit benötigen Nordkoreaner selbst für Reisen innerhalb des Landes spezielle Passierscheine. Besonders reglementiert ist der Zuzug in die Hauptstadt Pjöngjang.
Migration
In Nordkorea gibt es kaum Migration. Auf 1000 Einwohner Nordkoreas kommt der Wert von 0,04 Migranten. (Stand 2012)
Landessprache
Koreanisch
Handelssprachen:
z. T. Chinesisch, Russisch und Englisch, bei Älteren Kenntnisse des Japanischen.
Währung
Won (= 100 Chŏn) Es existiert kein offizieller Wechselkurs des Wons. Für den Handel mit dem Ausland gab es eine spezielle Währung, die aber im Juli 2002 zugunsten ausländischer Währung eingestellt wurde. Verwendung fand der US-Dollar, als vorherrschendes Zahlungsmittel gilt heute jedoch der Euro, der japanische Yen und der chinesische Yuan.
Religion
Traditionell Buddhismus. In der Sozialethik Konfuzianismus. Christentum ist heute unbedeutend. Die Bedeutung der Religion und ihre Ausübung ist durch staatssozialistische Ideologie stark eingeschränkt.
Ethnien
99 % der Einwohner sind Koreaner. Es gibt eine kleine chinesische Gemeinschaft und wenige Japaner.
Regierungsform
„Sozialistische Volksdemokratie“ Dominante Machtstellung der Kim-Dynastie, vertreten durch KIM Jong Un, seiner Familie, des Militärs und der inneren Sicherheitskräfte.
Unabhängigkeit
15. August 1945 (von Japan)
Staatsgründer
KIM Il Sung Nachfolger: KIM Jong Il
Staatsoberhaupt
KIM Jong Un Der 1994 verstorbene KIM Il Sung ist seit 1998 (nach Verfassungsänderung) „Ewiger Präsident“. Sein Enkel Kim Jong Un, der dritte Sohn des am 17.12.2011 verstorbenen Nachfolgers Kim Jong Il, wurde nach dem Tod seines Vaters zum neuen Staatsführer ausgerufen. Formal wurde ihm das Amt des Oberbefehlshabers der Armee übertragen, am 11.04.2012 wurde er zudem zum ‘Ersten Sekretär der Partei der Arbeit’ ausgerufen.
Regierungschef
Premierminister CHOE Yong Rim (seit 07.06.2010)
Außenminister
PAK Ui Chun (seit Mai 2007)
Regierungssystem
Einkammerparlament/ Einparteiensystem Die Oberste Volksversammlung besteht aus einer Kammer und hat 687 Sitze. Wahlen finden alle 5 Jahre statt, die letzten am 8. März 2009. Mangels politischer Opposition kann de facto nur für oder gegen die regierenden Blockparteien gestimmt werden, die regelmäßig eine Zustimmung von 100 % erhalten. Vorsitzender des Präsidiums der Obersten Volksversammlung ist KIM Yong Nam. Regierungsparteien sind die Partei der Arbeit Koreas (gegründet 10.10.1945), außerdem zwei Blockparteien: die Koreanische Sozialdemokratische Partei (KSDP) und die Partei der Jungen Freunde der Chondo-Religion. Die Partei der Arbeit Koreas und die beiden Blockparteien bilden zusammen eine „Einheitsfront“, die Demokratische Front für die Wiedervereinigung des Vaterlands. Es gibt keine Opposition bzw. Oppositionsparteien.
Nationaltag
9. September (09.09.1948 Gründung der DVRK)
Verwaltungsstruktur
Zentralistisch
Militär
Ca. 1,190 Mio. Soldaten. Weltweit höchstes Zahlenverhältnis der Militärangehörigen zur Gesamtbevölkerung.
Wirtschaft
Planwirtschaft Wenige Ausnahmen bilden v.a. Verbrauchermärkte. Nordkorea zählte bis in die späten achtziger Jahre zu den ökonomisch fortgeschrittenen Ländern der Dritten Welt, die soziale Infrastruktur war relativ gut entwickelt. In den 1990er-Jahren erlebte die Wirtschaft jedoch einen massiven Einbruch. Grund war das Ende des „Freundschaftshandels“ mit der ehemaligen Sowjetunion. Bis zum Ende der Dekade brach die Wirtschaftsleistung um ca. 50 % ein. Die Ernteerträge in der Landwirtschaft sind wegen veralterter Technik, Naturkatastrophen und dem Mangel an Düngemittel vergleichsweise gering. Die Industrieproduktion leidet unter veralteten Fabrikanlagen sowie am Mangel an Rohstoffen, Vor- und Zwischenprodukten und Defiziten in der Energieversorgung. Nordkoreas Industrie soll nur zu rund 20 – 30 % ausgelastet sein. Bedeutend sind vor allem Bereiche wie Stahl- und Energieerzeugung, Chemie und Zinkverarbeitung. Erwerbstätige Bevölkerung: 12,2 Mio. (vage Schätzung 2009) Im Sektor Landwirtschaft 35% Im Sektor Industrie und Dienstleistungen 65% (Stand 2008)
Bodenschätze
Bodenschätze sind in Nordkorea reichlich vorhanden. Vorkommen von Blei, Zink, Gold, Kupfer, Magnesit- und Graphitablagerungen, Erdöl- und Erdgasvorkommen (offshore), Wolfram, Eisenerz, Salz, Kies, Fluorit und Wasserkraft. Offiziell werden rund 200 wirtschaftlich verwertbare mineralische Rohstoffarten ausgewiesen. Kohle hat wachsende Bedeutung für den Betrieb von Wärmekraftwerken.
Bruttoinlandsprodukt
28 Mrd. US $ (2011, Schätzung der südkoreanischen Bank of Korea)
BIP pro Einwohner
Ca. 2250 US $ (2011, Angaben der Bank of Korea, andere Schätzungen weichen stark ab.) Rund 40 % der Arbeitskräfte in Nordkorea sind Frauen. Sie sind auch in höheren Positionen relativ stark vertreten. BIP im Verhältnis zum Wirtschaftssektor: (Stand 2011) Landwirtschaft: 23.1% Industrie: 47.5% Dienstleistungen: 29.4%
Medien
Alle Medien sind staatlich und gleichgeschaltet. Rodong Shinmun (Englisch: Newspaper of the Workers) ist das Hauptmedium der Kommunistischen Arbeiterpartei Koreas.

Hinweis: Diese Daten sollen Basisinformationen und einen ersten Orientierungsrahmen bieten. Sie werden regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann vom Veranstalter nicht übernommen werden.